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Zombie Army Trilogy im Test

Autor des Artikels: Steven Wilcken

nazi zombieMitte des letzten Jahrhunderts war einer der tragischsten und schlimmsten Kriege in dieser Welt zu Gange. Wie dieser Krieg ausgegangen ist, wissen wir alle. Doch was wäre, wenn der Krieg anders verlaufen wäre? Den Nazis wird heute noch nachgesagt, dass Sie mit Okkulten Relikten versuchten den Krieg noch zu gewinnen.

Und genau das ist das Thema von Rebellions Titel Zombie Army Trilogy, wenn auch auf einer absurden Art und Weise. Dieses Spiel wurde am 06. März 2015 für Xbox One und Playstation 4 in einer Trilogie veröffentlicht. Aber wie gut ist dieser alternative Verlauf des zweiten Weltkrieges? Allein der Titel klingt schon nach B-Movie Stil. Aber ist es auch so? Wenn Ihr das wissen wollt, lest weiter.

Zombie Army Trilogy 06Drei Relikte sie zu führen

In Rebellions fiktiven zweiten Weltkrieg ist das Nazi Regime an Relikte gekommen, welche für eine unaufhaltsame Zombieplage verantwortlich ist. Dummerweise wussten die Nazis nicht, dass man drei Relikte benötigt um die Zombies dann auch kontrollieren zu können.

Wie es auch nicht anders passieren konnte, wurde Adolf Hitler ebenso auch zu einem Zombie. Aber als Zombie erlangt Hitler die Macht zurück und befehligt so ganze Zombie Armeen. Nur wenige Menschen sind nicht zu Zombies geworden. An Ihnen liegt es nun, ob der Spuck beendet wird, oder ob die Welt von Zombies überrannt wird.

Mehr kann man schon nicht mehr zur Story sagen, da diese nicht mehr hergibt. Das Spiel ist in drei Episoden gegliedert und jede Episode enthält fünf Missionen. Zu Beginn einer Episode wird dem Spieler ein kleiner Prolog gezeigt. Nach Abschluss einer Mission erhält der Spieler weitere Informationen in kurzen Dialogen. Das war es dann auch schon.

Zombie Army Trilogy 04Von Überläufern und Kriegshelden

Bevor man eine Mission startet, hat der Spieler die Möglichkeit sich einen von acht Charakteren auszusuchen. Zur Auswahl stehen vier Herren und vier Damen. Je ein Geschlecht für Amerikaner, Briten, Russen und ja auch Deutsche. Darunter der aus Sniper Elite bekannte Scharfschütze Karl Fairburne oder auch der deutsche Wehrmachtsoffizier Wolff.

Leider unterscheiden sich die Charaktere bis auf das Aussehen kein bisschen. Dafür darf man sich zu Beginn einer Mission mit Waffen ausstatten. Dafür stehen viele authentische Waffen aus dem zweiten Weltkrieg zur Verfügung. Darunter das Kar98k, M1D Grand oder die SVT-40.

Der Primäre Waffenslot belegt immer ein Scharfschützengewehr. Den zweiten Slot kann man mit einer Schrotflinte oder einem Automatikgewehr bestücken. Der dritte und letzte Waffenslot ist für eine Pistole gedacht. Zusätzlich kann der Spieler vier unterschiedliche Hilfsmittel festlegen. Der Spieler hat unter anderem die Wahl zwischen Granaten, Minen, Stolperfallen oder auch Dynamit.

Zombie Army Trilogy 05Monotone Missionen mit vielen Zombies

Hat man sich seine Persönliche Ausrüstung zusammengestellt, beginnt die Mission. Diese Missionen sind in überwiegend großräumigen Schlauchlevel aufgebaut. Mann hat einen Vorgegebenen Weg um den Zielpunkt zu erreichen. Auf dem Weg dorthin trifft man mal mehr, mal weniger auf Zombie Soldaten.

An den Zielpunkten angelangt, muss man in der Regel Wellen an Zombies aufhalten. Grundsätzlich sei gesagt, mehr ist in dem Spiel nicht zu tun. Das einseitige Missionsdesign wird aber durch eine einigermaßen angenehme Zahl an unterschiedlichen Gegnertypen aufgebessert.

Neben den Standard Zombie Soldaten, meist mit einer Schaufel oder auch einem Rohr ausgestattet, gibt es noch nervige Gegner, wie die Scharfschützen Zombies, oder die Kamikaze Zombies. Neben diesen trifft man auch auf Beschwörer oder auch Feuerteufel. Diese beleben tote Zombies wieder oder rufen Skelettkrieger auf das Schlachtfeld.

Meist am Ende der Mission tauchen dann noch Elite Zombies auf. Diese stellen dann meist den Endgegner des Abschnittes dar. Diese sind oft stark gepanzert und können nur durch wiederholte Kopfschüsse erledigt werden.

Zombie Army Trilogy 01Das ist nicht fair, oder doch?

Letztendlich wird man im Verlauf einer Mission relativ viel Munition los. Daher haben die Spieldesigner diverse Sicherheitszonen eingebaut. Wo man sich mit neuer Munition und Waffen ausstatten darf, bevor man dann weiter ins Feld zieht.

Das doofe an der Sache ist, dass diese Sicherheitszonen, meist irgendwelche Räume in Häusern, gleichzeitig auch als Checkpoints, bzw. Speicherpunkt dienen. Denn diese Zonen tauchen nicht gerade häufig auf. Wird man also von den ganzen Zombies überrannt und ist kurz vor der nächsten Sicherheitszone, muss man alles seit dem letzten Checkpoint wiederholen.

Dies kann sehr schnell Frustration auslösen, da es teilweise echt knackige Stellen in dem Spiel gibt. Da ist es nur von Vorteil, dass die Entwickler dem Spieler den Schwierigkeitsgrad mehr oder weniger selber bestimmen lassen. Denn man hat uns durchaus Möglichkeiten mitgegeben uns das Spiel nach unseren Bedürfnissen anzupassen.

So darf man nicht nur aus drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden wählen, sondern darf auch die Anzahl der Zombies variieren. Vor allem in einer Coop Session von bis zu maximal vier Spielern kann dies sehr angenehm sein.

Zum Beispiel kann man mit vier Spielern die Anzahl der Zombies so einstellen, als wenn man alleine Spielen würde. Oder man lässt es auf automatisch eingestellt und das Spiel passt die Anzahl der Zombies an die Anzahl der Spieler an.

Wer nun genug vom Story Modus hat, der darf sich an den mitgelieferten Horde Modus trauen. Hier gilt es, eine Stellung von in Wellen anrückenden Zombies zu verteidigen. Dies ist eine nette Abwechslung zur sonst recht einseitigen Story, welche im Alleingang schon nach 1-2 Stunden langweilen kann.

Zombie Army Trilogy 02Der B-Movie Stil

Wie auch immer man sich entscheidet, hat man grundsätzlich viel zu schießen. Und wie es für die Serie üblich ist, wird auch nicht mit Gore Effekten gespart. So platzen die Gliedmaßen von erschossenen Zombies gerne in Splatter B-Movie Manier auseinander und das Blut spritzt förmlich in hohen Bogen durch das Sichtfeld.

Gut, dass sich die Entwickler dabei für eine Thrid-Person Ansicht entschieden haben. Erstens sieht man so die Effekte besser und zweitens erhält dies die Übersichtlichkeit. Allerdings kann dies auch in geschlossenen Räumen ein wenig nerven, da die Kamera nicht immer optimal mitschwenkt.

Aber auch die Umgebung schaut so aus, wie man es für B-Movies erwarten würde. Alles ist relativ trist und Grau in Grau gehalten. Die meist verwendeten Farben beschränken sich auf Grautöne, Schwarz und Rot.

Die Weitsicht wird durch ein dichtes Nebelbett beschränkt. Trotz der 1080p auf beiden Systemen versucht man so, matschige Texturen zu verschleiern. Auch die Umgebung wirkt eher trist und detailarm. Dafür wird man an jeder Ecke des Spiels auf das Naziregime hingewiesen.

Allerdings wurden in der deutschen Version alle Hinweise darauf zensiert. Der Rest bleibt allerdings wie gehabt. Wer es jetzt noch krasser haben will, kann in den Optionen die „Wochenschau“-Einstellung wählen. Dadurch wird das komplette Spiel in Schwaz-Weiß dargestellt.

Aber auch der Sound wirkt eher plump und schnell dahin geklatscht. Zombies hört man schon aus 100m Entfernung und immer mit denselben grunzen und stöhnen. Dabei ist es egal wie viele Zombies auf den Spieler zukommen. Es sind immer dieselben Sounds und können mit der Zeit echt einfach nur nerven.

Zombie Army Trilogy 07Fazit:

Axe of Dargo: Nazis als Gegner sind immer wieder gut. Zombies funktionieren eigentlich in jedem Spiel. Und die Kombination aus beiden ist ein herausstellungsmerkmal für Zombie Army Trilogy. Allerdings muss man sagen, dass ich mir hier mehr „Tiefgang“, wenn man das bei solch einem Titel überhaupt erwarten kann, gewünscht hätte.

Man muss sich definitiv auf die Thematik einlassen können um Spaß mit diesem Titel haben zu können. Selbst Fans von Coop Spielen und von Splatter B-movies, könnte Zombie Army doch ein wenig zu langweilig werden und ich bin mir sicher, dass dieses Spiel nicht gerade lange motivieren wird. Dazu wird einfach viel zu wenig geboten.

Das Monotone Missionsdesign und die sich immer wiederholenden Spielelemente taugen höchstens etwas für die schnelle Action zwischendurch. Trotzdem hatte ich mehr oder weniger Spaß mit dem Titel, da das Setting doch mal etwas anderes war, als die sonst üblichen Zombiespiele. Vor allen der Horde Modus hat dabei herausstechen können.

Der Preis von rund 50€ hingegen finde ich für diesen aufgewärmten Titel dennoch ein wenig hoch. Sollte der Preis auf die hälft fallen, kann man sich den Titel denke ich mit ruhigen Gewissen kaufen. Wem die Thematik interessant genug ist, sollte auf jeden Fall zugreifen, unabhängig vom Preis.