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Call of Duty: Sony bezichtet Phil Spencer der „Schönrednerei“. Abkommen unzureichend.

Autor des Artikels: Steven Wilcken

Microsoft möchte gerne Activision Blizzard für über 70 Milliarden Dollar übernehmen. Ob der Deal zustande kommt wird sich nun aber wohl an der Frage entscheiden ob Microsoft die Call of Duty Marke auch Konkurrenz-Plattformen ausreichend zugänglich macht.

Derzeit sind die britischen Behörden nämlich skeptisch, dass mit der Übernahme von Activision Blizzard der Wettbewerb im Videospielmarkt erhalten bleibt. Eine „Stufe 2“ Prüfung wurde angedroht, was den Deal erheblich verzögern würde. Sony roch seine Chance und machte eine Ablehnung der Übernahme Publik. Die bedenken – niemand könne auf Anhieb eine Marke wie Call of Duty aus dem Boden stampfen. Die sei mit Marken wie Herr der Ringe, Game of Thrones, Star Wars oder Marvel vergleichbar.

Microsoft relativierte, erinnerte an die Zusage, Call of Duty weiterhin als Multiplattform Titel veröffentlichen zu wollen. Nach weiteren hin und her legte Phil Spencer persönlich nach und gab über Medien bekannt, dass man auf Sony zugegangen sei und ein Angebot gemacht habe „dass weit über Branchenübliche Abmachungen“ hinausgehe.

Das wiederum rief nun Jim Ryan von Sony auf den Plan. Er ist in einer leitenden Position bei Sony Interactive Entertainment und erklärt, dass er eigentlich über Medien keine Geschäftspositionen diskutieren wollte. Nachdem er jedoch lesen musste, dass Phil Spencer Details über das abkommen preis gegeben hätte, sei es ihm wichtig gewesen, ein paar Dinge richtig zu stellen. Demnach hätte Microsoft, Sony lediglich angeboten die aktuele Vereinbarung zwischen Activision und Sony weitere drei Jahre zuzusagen. Bedeutet, dass es nur eine Zusage gäbe, dass Call of Duty weitere drei Jahre auf PlayStation bleibt.

Das sei nach fast 20 Jahren Call of Duty auf PlayStation ein unzureichender Vorschlag. Er würde die Auswirkungen auf die Spieler viel zu wenig berücksichtigen. Sony möchte PlayStation Spielern weiterhin ein Call of Duty Erlebniss höchster Qualität garantieren. Das würde durch Microsoft’s Vorschlag untergraben.

Für aussenstehende ist dieses Marktgeflecht sehr schwierig zu durchschauen. Unterm Strich dürfte die Übernahme von Activision Blizzard nun aber deutlich schwieriger werden.

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