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Dynasty Warriors 8 Empires im Test

Autor des Artikels: Steven Wilcken

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Wir haben uns an Dynasty Warriors 8 Empires probiert. Und probiert muss man dabei wörtlich verstehen. Uns plagten mehrere Fragenzeichen. Eigentlich hatten wir uns auf leichte Kost aus Fernost eingestellt. Ob wir am Ende doch den Durchblick hatten, verraten wir im Test.

[b]Worum geht’s?[/b]
Abseits des Strategie-Schocks, den viele Spieler sicherlich sehr positiv entgegen sehen, gab es aber auch durchaus bekannte Eigenschaften in Dyansty Warriors. Die Basics drehen sich nämlich wie immer darum, dass wir in Echtzeit in große Massenschlachten ziehen. Das sind Bilder die ich auch der Dynasty Reihe gewohnt bin. Ich dufte schon so einige Ableger testen. Jedoch bedient man sich mit jedem Ableger an anderen Systemen. Mal mehr Rollenspielartig. Mal mehr plumpes Hack’n’Slay mit Kombomöglichkeiten. Oder wie dieses Mal als halbes Strategie-Spiel.

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Als Hintergrund gibt uns Tecmo Koei eine freie Interpretation fernöstlicher Geschichte. Der Spieler kann unterschiedliche Szenarios vorab auswählen. Er kann sogar eigene Szenarien erschaffen, indem er einen Szenarien-Editor benutzt. Zahlreiche Charaktere dürfen wir für diese Zweck verkörpern. Natürlich auch selbst erstellen. Aufrüsten. Verbessern. Oft spielen wir selbst und spielen im Ur-Dynsty-Gewand Massenschlachten nach. Mit dabei sind auch wieder die berühmten Clone-Gegner. Mit anderen Worten macht man es sich einfach und verwendet ein Charakter Model einfach hunderte Male. Wozu auch anders gestalten wenn dies mittlerweile eine Art Kult geworden ist.

Ziel ist es die Clone-Armeen des Gegners zu dezimieren, ohne dabei aber selbst in Gras zu beißen. Entsprechend müssen wir schon ein wenig taktisch vorgehen. Vor allem dann, wenn einer der zahlreichen gegnerischen Kommandeure auf das Schlachtfeld tritt. Denn neben den Horden an Clone-Gegnern, die recht einfach zu dezimieren sind, stellen sich die Kommandeure mit zahlreichen Fähigkeiten in unseren Weg, welche die Kämpfe deutlich erschweren.

Natürlich haben auch wir Fähigkeiten die wir mit der Zeit aufbessern können. Aber auch Waffen können wir deutlich verbessern und so nach und nach zu einem Meister der Kampfkunst werden.

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[b]Strategie und Echtzeit[/b]
All das machen wir immer wieder um am Ende neues Land für unser Reich zu erobern. Durch die neuen Länder bekommen wir mehr Reichtum und so die Chance auf größere Armeen. Angriffe können wir durch den Computer berechnen lassen oder aber selbst eingreifen und in Echtzeit spielen. Letzteres ist natürlich spannender, aber auch deutlich zeitaufwendiger. Allerdings können wir hier unsere Fähigkeiten und Waffen einsetzen und durch leichte Hack’n’Slay Kost durchaus ein wenig Spaß haben. Da wir im Echtzeit-Teil auch Quest annehmen können, kann man sich hier allerdings auch extra Belohnungen in Form neuer Waffen, Xp und co verdienen. Alle Charaktere können bis Level 99 gelevelt werden,

Der Strategie-Teil läuft in Monaten ab. Wir können dabei Befehle erteilen, welche Länder unsere Armeen angreifen sollen. Das Spiel gibt uns dabei immer ein Feedback, welche Entscheidung welche Stats beeinflust. Manchmal ist es auch Sinnvoll, einfach zu rasten und den Armeen eine Erholung zu gönnen. Natürlich schlafen dabei die gegnerischen Parteien nicht, weshalb wir stets auf der Hut sein müssen und auch die richtigen Entscheidungen treffen müssen.

Interessant ist bei unsere Entscheidung, dass diese Auswirkungen auf unser Ansehen haben. Wir können im Verlauf des Spiels zum guten Anführer oder bösen Diktator aufsteigen. Freundschaft nimmt allgemein eine sehr große Rolle in Dynasty Warriors 8 Empires ein. So werdet ihr im Verlauf des Spieles Offiziere benennen, bei denen ihr auch ruf sammelt. Eure Entscheidungen führen dazu, dass ihr bei einigen einen guten und bei anderen einen schlechten Ruf erhaltet. Das kann sogar soweit führen, dass man euch versucht zu stürzen.

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[b]Edle Krieger und Strategie[/b]
Dynasty Warriors 8 Empires überrascht. Es überrascht, weil wir nicht damit gerechnet hätten, dass ein Spiel aus dem fernen Osten doch so „komplex“ sein kann. Mag zwar ein eingesessener Fan der Empires Ableger meinen, dass die Komplexität sich in Grenzen hält, ist es für einen Frischling in diesem Genre doch ein happiger Einstieg. Nicht zuletzt da die deutsche Übersetzung fehlt, das Spiel einen mit Textfenster zuballert und man dann ins kalte Wasser geworfen wird.

Unser Angezooockt! ist da ein gutes Beispiel. Unbedacht steigt man in das Spiel ein. Freut sich auf seichte Hack’n’Slay Kost und wird dann von Kriegsplanung erschlagen, die man eigentlich nicht erwartet hat. In der Praxis habe ich bis heute nicht alle Facetten des Spiels verstanden. Zwar kann man sich genügend YouTube Videos anschauen und so die Basics des Spiels lernen, jedoch muss man als Spieler die Motivation aufbringen und sich auf dieses Spiel einlassen.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch keine nennswerte alternative zu Dynasty Warriors 8 Empires auf Next-Gen Konsolen, welche solch durdachte Strategie-Elemente mit Echtzeitschlachten kombiniert. Wer über gute englisch Kenntnisse verfügt und ein fable für Strategie-Titel hat, den könnte Dynasty Warriors 8 Empires durchaus überraschen!

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[b]Billige Umsetzung[/b]
Jedoch leidet Dynasty Warriors 8 Empires unter den üblichen Problemen. Obwohl das Spieldesign durchaus überraschend ist und stellenweise sogar richtig viel Tiefgang bietet, ist die technische Umsetzung unter aller sau. Was auf PS3 und Xbox 360 schon hart Grenzwertig war, ist auf Next-Gen Konsolen eigentlich schon eine Zumutung. Dieses Spiel hat sich kaum weiter entwickelt und verlangt dennoch einen Preis auf Niveau eines Vollpreis-Trible-A-Titels.

Hinzu kommt die befremdlich wirkende Musik, die zwar in Fernost funktionieren mag, bei uns aber eher ein Atmosphären-Killer ist. Warum man sich mit Dynasty Warriors nicht weiter entwickeln möchte und vielleicht mal fern östliche Soundtracks mit orchestralen klängen aufnimmt, bleibt uns ein Rätsel.

Fazit: Am Ende geht es bei Dynstaty Warriors 8 Empires doch nur wieder darum, möglichst viel Einnahmen mit einem kleinen aufgewärmten Spiel zu erwirtschaften. Klar – die Strategie-Elemente sind interessant und dürften viele Spieler aufhorchen lassen. Aber dass man weiterhin nicht in neue Engines investiert, das Spiel nicht auf aktuelle Standards im Sounddesign hochhievt. Weiterhin auf Clone-Gegner setzt…. (lange, lange, Liste) lässt eigentlich nur den Entschluss zu, dass man hier schnelles Geld machen möchte. Wer die Chance hat sollte das Spiel vorab mal anspielen und sich ein eigenes Bild davon machen.