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Mafia 3 im Test.

Autor des Artikels: Steven Wilcken

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Mafia 3 im Test.

Wir hatten die Gelegenheit uns Mafia 3 von 2K Games anschauen zu dürfen. Uns liegt die Xbox 360 Fassung des Titels vor. Doch können die hohen Erwartungen an den open World Titel erfüllt werden? Im Test zeigt sich viel Licht und Schatten.

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[b]Worum geht es?[/b]
Mit Mafia 3 kommt der mittlerweile dritte Teil von Mafia auf den Markt und führt die Erfolgsserie von 2K Games weiter. Die Ansprüche die an Mafia 3 gestellt wurden, waren sehr hoch. Man merkt Mafia 3 sofort an, dass man hier eine hochwertige Trible A Geschichte gut tollen Charakteren, guten Schauspielern und hochwertig Produzierten Zwischensequenzen erzählen möchte.

Mafia 3 führt uns zunächst an ein sehr frisches Setting heran. New Bordeaux dient als Handlungsort und orientiert sich an New Orleans, eine Südstaaten Metropole. Mit dem neuen Setting kommen auch neue Randproblematiken wie Rassismus in Mafia 3.

Wir spielen zunächst den noch jungen Antihelden „Lincoln“, der in einem Waisenhaus aufgewachsen ist und Teil der Sammy Robinson Familie ist. Sie führt den sogenannten Black Mob in Bordeaux an. Allerdings wird Lincoln in den Vietnam Krieg gerufen. Als er zurück kehr ist seine Familie eine Woche später tot. Der Don der Stadt „Sal Marcano“ hat Sie getötet und Lincoln will nur noch eins – RACHE!

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[b]Interessante Ansätze und fehlhafte Umsetzung[/b]
Die eigentlich sehr interessante Grundgeschichte wird wie bereits erläutert von sehr gut gemachten Zwischensequenzen begleitet. Darin sehen wir immer wieder Überblendungen in die Zukunft, bei der wie in einem Dokumentarfilm Zeitzeugen über die „damalige“ Zeit erzählen. Das ist vor allem auch deshalb interessant, da die Jungs von Hangar mit diesem Element spielen. Immer wieder gibt man uns kleine Häppchen darüber, was in naher Zukunft passieren wird.

Gleichzeitig spielen wir Lincoln der sich nicht nur an den Mafiosis Rächen möchte. Er möchte ihnen alles nehmen, ihnen dabei zuschauen wie Sie alles verlieren und jeden Moment auskosten um ihnen heimzuzahlen, was Sie ihm angetan haben. Und so lässt er seine Feinde erst sterben, wenn nichts mehr übrig ist von dem, was Sie geliebt haben. Und so schlägt er sich zunächst durch Geschäftszweige der Marcano Familie und geht dann die Familie selbst an.

Das Problem daran ist, dass ich ständig nach dem gleichen Muster vorgehen muss. Ich gehe in ein Viertel, fange an hier für Schaden zu sorgen und erpresse, demoliere und töte Hintermänner nur um eine gewisse Schadenssumme zu erreichen. Ist dies erledigt zeigt sich der jeweilige Boss, von denen es aber ebenfalls mehrere gibt. Also kommt wiederum derren Boos „Leutenants“ oder „Capos“. Zwar gibt sich Hangar große Mühe anschließende Missionen ziemlich aufwendig zu gestalten, das täuscht aber kaum über die ständig wiederholenden Muster hinweg, denen ein wenig mehr Abwechslung echt gut getan hätte.

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[b]Offene Welt[/b]
Einziger Lichtblick ist, dass ich mich ja nicht dauerhaft um die Geschichte kümmern muss. Dadurch das Mafia 3 in eine offene Welt gebpackt wurde habe ich natürlich auch die Möglichkeit mich auf eigene Unterhaltung zu konzentrieren, wie in GTA 5 mit Autos durch die Gegend zu fahren, mich von der Optik von New Bordeaux erfreuen zu lassen und später erhalte ich sogar noch die Möglichkeit, meine eigene kleine Familie aufzubauen, indem ich Gangsterbosse anheure die von mir eroberte Viertel verwalten.

Leider verpasst man aber auch viel Potential, diese offene Welt noch interessanter zu gestalten. Das Randthema in New Bordeaux ist Rassismus. Wir sind ein schwarzer Held. Aus diesem Thema hätte man noch viel mehr machen können und demonstrieren können, wie kritisch das Leben in dieser Zeit als schwarzer Mann war. Tatsächlich bleibt man bei diesem Thema aber sehr oberflächlich.

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Selbes gilt für kleine verspielte Details wie wechselbare Kleidung, die aber immerhin mit einem Patch noch nachgereicht werden soll.

Am ärgerlichsten ist jedoch die KI, die sich strohdumm anstellt. Da die aber dafür sorgen soll, dass wir uns möglichst schweißtreibende Gefechte in Mafia 3 liefern, nimmt schon allein dieser Fehler viel Spielspaß heraus und das obwohl das Gunplay ziemlich gut umgesetzt wurde.

Fazit: Wie schon am Eingang erklärt – Mafia 3 besteht aus viel Licht und Schatten. Der große Hit ist Mafia 3 daher nicht geworden. Allerdings ist Mafia 3 auch weit davon entfernt ein schlechtes Spiel zu sein. Der Antiheld Lincoln allein in den zahlreichen grandiosen Zwischensequenzen ist ein Grund diesem Spiel eine Chance zu geben. Allerdings ärgert man sich im Spiel auch immer wieder, weshalb die Entwickler sich hier und da nicht kreativer gezeigt haben. Mafia 3 hatte das Potential etwas besonderes zu werden.

So hat man nur das nötigste umgesetzt und das nötigste ist eben nicht immer gut genug. Unterstrichen wird dies dadurch, dass man die offene Welt ebenfalls nur mit dem nötigsten ausstattet und auch hier viel Potential verschenkt. Dabei hätten sich die Entwickler alleine schon bei dem Rassismus Thema richtig austoben können und so eine bedrückende Atmosphäre schaffen können. In der Praxis bleibt man hier aber viel zu oberflächlich.

Unterm Strich erhält der Spieler in Mafia 3 ein Open World Shooter, mit netten Ideen, die aber leider nicht bis zu Ende gedacht wurden. Schade!