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Michael Pachter: Bungie Übernahme ein Verzweiflungsakt? Er legt Argumente vor…

Autor des Artikels: Steven Wilcken

Sony überraschte kürzlich mit der Ankündigung, dass man Bungie für die Summe von 3,6 Milliarden Euro kaufen werde. Das hat nun erneut für viel Wirbel in der Videospiel-Szene gesorgt und auch einige Analysten auf den Plan gerufen.

Der Deal scheint unter Analysten ein gemischtes Echo hervorzurufen. Demnach glaubt Karol Serverin, Senior Analyst und Product Manager bei MIDiA Reasearch, dass Sony damit einen klugen Schachzug hinlegt. Multiplayerplattformen seien immer wichtiger und Bungie habe großes Fachwissen über Live-Dienste die Sony in sein Universum integrieren könnte.

Auch die Entscheidung Bungie als eigene Unterfirma zu involvieren und weiterhin Multiplattform Titel zu entwickeln, sei ein kluger Schachzug. Die Verbreitung von großen Marken über viele Plattformen hinweg, sei zunehmend wichtiger um sich am Markt behaupten zu können.

Jim Ryan, PlayStation CEO bei Sony hat sich darüber hinaus dazu geäußert, dass man mit dem Deal Spieler nicht auf die PlayStation Lotsen wolle. Man verfolge neue, größere Pläne, die weit über die eigene Plattform hinausgehen.

Anders hingegen sieht es der umstrittene Analyst Michael Pachter. Er glaubt dass Sony nach dem Activision Deal letztlich verzweifelt zeigen möchte, dass auch sie große Marken übernehmen können. Allerdings sei der Deal viel zu teuer gewesen. Als Beispiel bringt er an, wie viel Sony „pro Entwickler“ zahlt. In der Regel würden bei Übernahmen so 250,000 bis eine Million Dollar pro Entwickler einen Rahmen bieten. So habe die Übernahme von Respawn Entertainment durch Electronic Arts 700 Millionen Dollar gekostet. Respawn würde dabei einen Umsatz von rund 700 Millionen Dollar im Jahr machen.

Bungie hingegen würde lediglich 200 Millionen Dollar erwirtschaften. Sony lässt sich den Deal jedoch 3,6 Milliarden kosten, unterm strich 4 Millionen pro Entwickler. Das Pachter’s Begründung weshalb der Deal sehr schlecht sei.

Allgemein seien die aktuellen Deals aktuell mehr Show als Nachhaltig. Auch die beiden CEO’s von Microsoft (Satya Nadella) und Facebook (Mark Zuckerburg) würden zwar viel über das Metaverse sprechen, hätten aber beide keine wirkliche Ahnung, was dahinter steckt.

Fachkenntnis und langfristige Wertsteigerung sieht Pachter bei Epic Games. dessen zwei CEO’s würden wirklich verstehen, was es benötigt um ein Metaverse aufzubauen. Epic Games sei es auch, die letztlich die Technik hinter einem Metaverse liefern werden. Pachter gibt noch den Tipp sich Aktien zu kaufen, sollte Epic Games an den Aktienmarkt gehen.

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